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Derzeit wird in der Schiedsrichtergruppe Schwäbisch Hall das WFV-Pilotprojekt „Kinder-Schiedsrichter“ durchgeführt.  Ziel dieses Pilot-Projektes ist es, die 12-14-jährigen Interessenten (also Kinder vor dem erforderlichen Alter für Neulingskurse) als Kinder-Schiedsrichter für den eigenen Verein zu gewinnen. Kürzlich wurden die 11 Teilnehmer an einem Tag geschult und sind nun berechtigt, E-Jugendsiele des eigenen Vereins zu leiten.

Hier der Leitfaden für Interessierte und Vereine: Leidfaden Kinder-SR

Am Montag, 9. April 2018 findet die nächste Schiedsrichter-Schulung in Schwäbisch Hall statt. Lehrwart Ralf Lalka von der Schiedsrichtergruppe Böblingen wird mit uns anhand von Videoszenen versuchen, zu einheitlichen Regelauslegungen zu kommen. Beginn ist um 19:30 Uhr in der Feuerwache Ost im Solpark Hessental.

Vor der Schulung laden wir zudem ab 18.45 Uhr zu einer kurzen Betreuerschulung ein (Nebenraum Feuerwache). Heiko Leipersberger wird einige wichtige Dinge rund um die Betreuung von Neulingen und Nachwuchs-Schiedsrichtern erläutern. Alle interessierten Schiedsrichter – vor allem alle, die Betreuungen durchführen (möchten) – bitten wir darum, sich diese gute halbe Stunde Zeit zu nehmen.

Friederike Straub (Spfr. DJK Bühlerzell) durfte als Bezirkssiegerin in der Kategorie Frauen an der Veranstaltung „Danke Schiri!“ teilnehmen, einer Aktion des Württembergischen Fußballverbands zur Auszeichnung von besonders verdienten Schiedsrichtern. Insgesamt wurden 39 Persönlichkeiten aus dem Schiedsrichterwesen des Württembergischen Fußballverbandes für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Bewegende Momente, lustige Anekdoten und eine große, kameradschaftliche Verbundenheit prägten eine stimmungsvolle Veranstaltung in der Prüfhalle der DEKRA-Niederlassung Reutlingen.

„Wir haben heute Abend außerordentlich engagierte Menschen für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Für alle Preisträger ist ihre Tätigkeit als Schiedsrichter eine große Leidenschaft, die nicht immer nur Spaß und Freude mit sich bringt. Umso schöner ist es, dass wir die Möglichkeit haben, diesen Menschen in diesem würdigen Rahmen zu danken“, sagt Verbands-Schiedsrichter-Obmann Giuseppe Palilla aus Spaichingen.

Knut Kircher, wfv-Vorstandsmitglied für das Ehrenamt, sprach von einer DEKRA-Prüfhalle „voller Schiedsrichter-Legenden“. „Viele von Euch kenne ich bereits seit so vielen Jahren. Das ist fast wie eine Familienfeier heute Abend hier. Sich über eine so lange Zeit für das Schiedsrichterwesen zu engagieren, das verdient große Anerkennung. Ohne Euch würde der Amateurfußball nicht funktionieren“, sagt der ehemalige FIFA-Schiedsrichter aus Hailfingen.

Geehrt wurden Unparteiische in drei Kategorien: Schiedsrichter unter 50 Jahren (U50), über 50 Jahren (Ü50) und Schiedsrichterinnen. Die Auszeichnung erfolgte bezirksweise. Aus den drei Kategorien wurde vom Verbands-Schiedsrichterausschuss jeweils eine Persönlichkeit als Landessieger nominiert und erst im Rahmen der DANKE SCHIRI-Veranstaltung bekannt gegeben.

Die Bekanntgabe führte zu bewegenden Momenten bei den Landessiegern. Norbert Fleischer von der Schiedsrichtergruppe Böblingen (Kategorie U50) rang nach Worten und zeigte sich sichtlich gerührt. Ulrike Goth von der Schiedsrichtergruppe Zollern blieb dagegen ganz cool und wies darauf hin, für die Auszeichnung ihren einzig fußballfreien Abend in der Woche geopfert zu haben. Norbert Fleischhacker (Ü50) von der Schiedsrichtergruppe Öhringen hatte sichtlich Spaß daran, diese besondere Ehrung im Kreise seiner Schiedsrichter-Kameraden entgegen zu nehmen.

Jeder einzelne Bezirkssieger kam mit seiner eigenen, einzigartigen Geschichte, die Moderator Moritz Werz in charmanter Weise zum Vorschein brachte. Dabei hatten die Preisträger nicht selten bereits mehr als zweieinhalbtausend Spiele geleitet, bis zu fünf oder sechs Partien pro Wochenende! Sorgen bereitet den Schiedsrichtern dagegen der Nachwuchs. „Wir haben noch immer gute, junge Unparteiische, aber teilweise fehlt mir persönlich die Anstrengungsbereitschaft. Und mehrere Spiele am Wochenende zu pfeifen, das lässt der Spagat zwischen Ausbildung und Partnerschaft heute kaum mehr zu“, so Fritz Siegle von der Schiedsrichtergruppe Vaihingen/Enz.

Eine Talkrunde mit Ehrengast Markus Schmidt bildete den Schluss der Veranstaltung. Es wurde unter der Regie von Moderator Moritz Werz insbesondere über den Videobeweis und die Ansetzung von Bundesligaspielen am Montag heiß diskutiert. Bundesliga-Schiedsrichter Schmidt von der Schiedsrichtergruppe Stuttgart positionierte sich in der Diskussion um den Videobeweis ganz klar: „Es kann doch nicht sein, dass alle Zuschauer auf ihren Smartphones bereits die dritte Zeitlupe der spielentscheidenden Szene sehen und ich der einzige Depp im Stadion bin, der noch nicht Bescheid weiß.“ Eine Gegenposition nahm Ulrike Goth ein. Die Landessiegerin vom TSV Geislingen sieht im Videobeweis das Ende jeder Spontanität im Fußball und spricht sich auch ganz klar gegen die Zerfaserung von Bundesliga-Spieltagen aus. Zur Seite sprang ihr Giuseppe Palilla, der sich persönlich trotz des großen Engagements für den Fußball auch einmal die Freiheit einer Auszeit vom Fußball nimmt. Markus Schmidt dagegen hält es wie die meisten seiner Schiedsrichter-Kameraden in der DEKRA-Prüfhalle: „Wenn ich am Freitag eingeteilt werde, dann pfeife ich freitags. Wenn man mich am Montagabend nach Hamburg schickt, dann pfeife ich eben am Montagabend.“

Die Ehrung DANKE SCHIRI wird deutschlandweit von DFB und Landesverbänden gemeinsam mit Partner DEKRA organisiert und durchgeführt. Die drei Landessieger aus Württemberg werden zu einem DFB-Festakt am 5./6. Mai 2018 nach Dortmund eingeladen und besuchen neben einem attraktiven Programm das Bundesligaspiel des BVB gegen den FSV Mainz 05.

Text: wfv